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Herzlich Willkommen

Wir begrüßen Sie herzlich auf der Seite der neuen Propstei Gandersheim-Seesen, die ein Zusammenschluss der alten Propsteien Bad Gandersheim und Seesen ist. Der Bereich Gandersheim umfasst den süd-westlichen Teil der braunschweigischen Landeskirche vom Heber bis zum Hils. Bad Gandersheim, Kreiensen, Delligsen sind die größten Orte und Gemeinden. Das Gebiet wird ergänzt durch die im Bereich Seesen zusammengefassten Kirchen, das aus den politischen Gemeinden Seesen, Bad Grund (Harz), Bockenem, Langelsheim und Samtgemeinde Lutter am Barenberge bestehten.

Stifterfest 2017 mit Dr. Henning Scherf

Zahlreiche Gäste und beste Stimmung im Kirchenzentrum

Stiftung Kirche

Der sehr gute besuchte Gottesdienst in der St. Andreaskirche bildete auch in diesem Jahr den Auftakt des Stifterfestes. Propst Thomas Gleicher predigte über das Doppelgebot der Liebe, dass nämlich der Glaube und die daraus folgende Tat zusammengehörten und insofern die Propstei-Stiftung „Kirche in unserer Zeit“ auch die Verbreitung des Evangeliums in Wort und Tat fördere.
Nach dem Gottesdienst fand sich die „Stiftergemeinschaft“ im Kirchenzentrum ein, wo der Festredner  Dr. Henning Scherf jeden Einzelnen persönlich begrüßte und mit ihm einige Worte wechselte. Dabei stellte sich heraus, dass der stellvertretende Bürgermeister Uwe Klöppner bereits vor einigen Jahren Dr. Scherf zu einem politischen Austausch in Seesen getroffen hatte. Die sehr zugewandte Art des Festredners öffnete sogleich die Herzen der Gäste.
Der Vortrag selbst beschäftigte sich mit den aktuellen Herausforderungen für unsere Bundesrepublik.
Unter den Stichworten „Geschichte seit 1945“, „Sicherheit“ und „Ökonomie“ entwickelte der ehemalige Bremer Bürgermeister, der über Jahre auch Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages war, seine Gedanken. Eindrucksvoll und auch sehr persönlich beschrieb er die Nachkriegszeit in Deutschland. Er wolle damit deutlich zu machen, welchen gigantischen Aufschwung unser Land in den letzten 70 Jahren erlebt habe: „Wir uns immer wieder klarmachen, von welcher Ausgangsbasis wir kommen.“ Früher sei man als Deutscher im Ausland angefeindet worden, heute werde man geachtet und anerkannt und Deutschland selbst sei heute so attraktiv für Ausländer, dass viele Menschen zu uns kommen wollen. Die Asylsuche aus Kriegsnot oder Armutsgründen müsse dabei aber beherrschbar und kontrollierbar bleiben.  Die sicherheitspolitische Weltlage sei dazu angetan, dass sich Europa immer wieder auf seine humanitären und demokratischen Werte besinnen und auch in diesem Bereich gemeinsam agieren müsse; gesamteuropäische Streitkräfte seien dabei eine wichtige Option, wie auch die Stärkung der UN und Ihrer Unterorganisation der UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees). Darüber hinaus liege der Schlüssel für eine friedlichere Welt in einem erheblichen Engagement des Westens für etwa bestimmte Länder in Afrika, Hilfe vor Ort sei gefordert. Auch könne es nicht angehen, dass der Westen immer nur von den niedrigen Löhnen in armen Ländern profitiere und dabei selbst dortige katastrophale Arbeits- und Umweltbedingungen in Kauf nehme. Eine gerechte Welt sehe anders aus, da gehe es um fair gehandelte Produkte und den Abbau von Handelsschranken, um die dringend notwendige Chancengleichheit zu erhöhen. Die globalen Welthandelsabkommen seien dabei auch eine Chance. Sprüche wie „Amerika first“ führten in die genau falsche Richtung. Auf westlichen Regierungschefs wie  u.a. Justin Trudeau aus Kanada und Emmanuel Macron aus Frankreich liege dabei eine große Hoffnung. Der gesamte Vortrag von Dr. Henning Scherf war gekennzeichnet von positiver Stimmung und großer Hoffnung auf eine gute Zukunft, trotz aller schwierigen Herausforderungen. Der christlichen Kirche insgesamt hätte dabei die geistig-geistliche Vorreiterrolle,  christlich-ethische Grundlagen aufzuzeigen und zum fairen, demokratischen, menschenfreundlichen und toleranten Verhalten aufzufordern. Gerade auch das tolerante Miteinander unterschiedlicher Religionen sei dabei eine zentrale Aufgabe.